Klaus Liese
Klaus Liese
Additive Fertigung in der Leuchtenindustrie – Das Funktionsprinzip 3D-Lasersinterdruck

"Additive Fertigung in der Leuchtenindustrie – Das Funktionsprinzip 3D-Lasersinterdruck."

– Klaus Liese, Licht³

Der Markt für den 3D-Druck bringt sehr schnelle Änderungen mit sich. Die innovative Technologie erschließt nicht nur beispielsweise Porzellan, mehrfarbigen Kunststoff und sogar Beton als Druckmaterial, sondern ermöglicht das Kreieren ganz neuer Formen. Selbst das Drucken funktionsfähiger Gelenke und Drehgelenke in einem Stück ist z. B. bei selektivem Lasersintern (SLS) problemlos durchführbar. Hierfür sind allerdings Spaltmaße, dünnste Schichtdicken und die Druckrichtung zu berücksichtigen.

In der Leuchtenherstellung wird die sogenannte additive Fertigung u.a. in Modell- und Werkzeugbau sowie in der Einzel- und Ersatzteilproduktion erfolgreich eingesetzt. Manche Hersteller fertigen bereits komplette Leuchten mittels 3D-Druck. Ein weiterer Vorteil dieser Technologie ist ihre standortunabhängige Einsatzmöglichkeit.

Einige der wenigen Nachteile des 3D-Drucks sind die Begrenzung des zur Verfügung stehenden Bauraums und die Hochpreisigkeit der Technologie – bezogen auf Geräte und Material sowie Maschinenlaufzeiten. Entsprechend wird die Vorlage für den 3D-Druck so klein wie möglich geplant und der Produktpreis derzeit noch recht hoch angesetzt.

Die häufigsten 3D-Druckverfahren sind:

  • Stereolithographie (SLA)
  • Schmelzschichten (FDM)
  • Selektives Lasersintern (SLS)
  • Selektives Laserschmelzen (SLM)

Während das Schmelzschichten mit Filament derzeit die günstigste additive Fertigungsmethode darstellt, sind selektives Lasersintern bzw. -schmelzen mit Schichtdicken im µ-Bereich die besten und feinsten 3D-Druckmethoden am Markt. Aufgrund der Möglichkeit, Kleinstserien oder Einzelstücke mit Hilfe von 3D-Druck ohne großen Aufwand produzieren zu können, ist die Personalisierung bzw. Individualisierung einer Leuchte (z. B. mit Logo) mühelos umsetzbar.

Die additive Fertigung zieht immer eine Nachbearbeitung der hergestellten Produkte beispielsweise in Form von Kugelstrahlen und Färben nach sich. Ebenso müssen eventuelle Stützstrukturen entfernt werden. Diese dienen der Stabilisierung überhängender Formen bei allen 3D-Druckverfahren, abgesehen von selektivem Lasersintern. Hierbei stützt das Pulverbett, in dem die Leuchte entsteht, Überhänge und komplexe Formen automatisch.

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